- Der günstigste Einstieg ist nicht automatisch die günstigste Lösung über mehrere Jahre.
- Baukästen verlangen intern Zeit, Agenturen klare Übergaben, Plattformen einen guten Produktfit.
- Die laufende Pflege von Karte und Zeiten ist wichtiger als der einmalige Entwurf.
- Die richtige Lösung hängt von Team, Änderungsrhythmus und gewünschter Individualität ab.
„Was kostet eine Restaurant-Website?“ ist ohne Betriebsmodell schwer zu beantworten. Ein Baukasten kann wenig Geld und viel eigene Zeit kosten. Eine Agentur kann individuell arbeiten, verlangt aber klare Betreuung. Eine Gastro-Plattform bündelt typische Funktionen, setzt dafür Grenzen bei Sonderwünschen.
Vergleiche deshalb nicht nur den Startpreis. Rechne Einrichtung, Inhalte, Wartung, Änderungen und entgangene Zeit im Betrieb mit.
Modell 1: Website-Baukasten
Ein Baukasten passt, wenn im Team jemand gerne Texte, Bilder, Layout und Technik organisiert. Vorlagen beschleunigen den Start, trotzdem bleiben Struktur, mobile Prüfung, Suchmaschinen-Grundlagen und laufende Aktualisierung bei dir.
- Stärke: niedrige Einstiegskosten und direkte Kontrolle
- Risiko: Zeitaufwand wird unterschätzt
- Gut geeignet: kleiner Auftritt mit wenigen Änderungen
- Weniger geeignet: viele Standorte, häufige Kartenwechsel oder keine interne Zuständigkeit
Modell 2: Klassische Webagentur
Eine gute Agentur entwickelt Strategie, Gestaltung und Technik passend zur Marke. Das ist sinnvoll, wenn Individualität, komplexe Integrationen oder eine besondere digitale Inszenierung wichtig sind. Der Betrieb muss jedoch Inhalte liefern, Entscheidungen treffen und die Betreuung nach dem Start klären.
Frage vorab, was Änderungen kosten, wie schnell sie umgesetzt werden und wem Domain, Design und Quellcode gehören. Eine günstige Erstellung mit teuren Pflichtwartungen kann langfristig unflexibel werden.
Modell 3: Gastro-Plattform
Eine spezialisierte Plattform verbindet Website mit Speisekarte, Öffnungszeiten, Reservierungen oder Gästemarketing. Typische Abläufe sind bereits vorgesehen; dadurch sinkt der Einrichtungs- und Pflegeaufwand. Im Gegenzug ist nicht jede Sonderidee möglich.
Dieses Modell passt besonders zu inhabergeführten Betrieben ohne Marketingabteilung, wenn Inhalte häufig wechseln und an mehreren Stellen aktuell sein müssen. Prüfe, ob persönlicher Support, Datenexport und klare Kündigungsbedingungen enthalten sind.
Die tatsächlichen Kosten vergleichen
| Kostenblock | Baukasten | Agentur | Gastro-Plattform |
|---|---|---|---|
| Einrichtung | viel Eigenzeit | Projektbudget | meist standardisiert |
| Laufende Pflege | intern | intern oder Stundenpaket | im System |
| Sonderwünsche | durch Apps begrenzt | gut umsetzbar | produktabhängig |
| Gastro-Funktionen | einzeln integrieren | individuell integrieren | häufig enthalten |
| Support | allgemein | vertraglich | gastro-spezifisch |
Setze für interne Arbeit einen realistischen Stundenwert an. Zwei Stunden pro Woche ergeben über ein Jahr mehr als zwölf Arbeitstage – Zeit, die in Service, Karte oder Team fehlen kann.
Beispielrechnung für ein einzelnes Restaurant: Website mit fünf Inhaltsseiten, Speisekarte und Reservierungslink. Zeitraum: 36 Monate. Alle folgenden Beträge sind ausdrücklich frei gewählte Rechenannahmen, keine Marktpreise oder Angebote von benvido beziehungsweise anderen Anbietern. Wir rechnen netto und bewerten Eigenzeit mit 30 Euro pro Stunde.
| Kosten über 3 Jahre | Baukasten – Annahme | Agentur – Annahme | Gastro-Plattform – Annahme |
|---|---|---|---|
| Einrichtung / Projekt | 0 € | 3.000 € | 300 € |
| Monatliche Gebühren × 36 | 25 € × 36 = 900 € | 40 € × 36 = 1.440 € | 60 € × 36 = 2.160 € |
| Eigene Einrichtung / Abstimmung | 30 h × 30 € = 900 € | 12 h × 30 € = 360 € | 6 h × 30 € = 180 € |
| Eigene Pflege × 36 Monate | 2 h × 36 × 30 € = 2.160 € | 1 h × 36 × 30 € = 1.080 € | 1 h × 36 × 30 € = 1.080 € |
| Zahlungen an Anbieter | 900 € | 4.440 € | 2.460 € |
| Gesamtkosten inklusive Eigenzeit | 3.960 € | 5.880 € | 3.720 € |
Die Rechnung zeigt keine allgemeine Rangfolge: Brauchst du im Baukasten nur eine statt zwei Stunden monatlicher Pflege, sinken dessen Gesamtkosten auf 2.880 Euro. Benötigt die Plattform kostenpflichtige Zusatzmodule, steigen ihre Kosten. Deshalb zählt dein eigener Ablauf mehr als das Etikett der Lösung.
Nicht eingerechnet sind Fotografie, Texterstellung, rechtliche Prüfung, Domainkosten außerhalb des jeweiligen Pakets, Transaktionsgebühren und Sonderintegrationen. Frage bei jedem Angebot ausdrücklich nach diesen Positionen und danach, ob Änderungen durch die Agentur enthalten sind.
Für eine belastbare Entscheidung ersetzt du jede Annahme durch ein aktuelles Angebot. Die Demo vereinbaren ↗ stehen auf unserer Preisseite. Vergleiche denselben Funktionsumfang und dieselbe monatliche beziehungsweise jährliche Zahlungsweise.
Sieben Fragen vor der Entscheidung
- Wer liefert und aktualisiert Texte, Bilder und Speisekarte?
- Wie oft ändern sich Öffnungszeiten, Karten und Aktionen?
- Brauchen wir Reservierung, Newsletter oder mehrere Standorte?
- Wie schnell erhalten wir Hilfe bei einem Problem?
- Können wir Daten und Inhalte exportieren?
- Wem gehören Domain und Zugänge?
- Welche Gesamtkosten entstehen über drei Jahre?
Welches Modell passt zu welchem Betrieb?
Wähle den Baukasten, wenn du bewusst selbst gestalten und pflegen möchtest. Wähle die Agentur, wenn eine eigenständige Marke und besondere Anforderungen das Budget rechtfertigen. Wähle eine Gastro-Plattform, wenn Geschwindigkeit, zentrale Pflege und typische Restaurantfunktionen wichtiger sind als jede gestalterische Ausnahme.
Die beste Lösung ist die, die auch am Freitag vor einem Feiertag noch zuverlässig aktualisiert werden kann.
Bitte jeden Anbieter um einen konkreten Ablauf für eine reale Änderung – etwa neue Feiertagszeiten plus Saisonkarte. An der Antwort erkennst du mehr als an einer langen Funktionsliste.