Das Wichtigste in Kürze
  • Beginne mit Gästefragen und Geschäftszielen, nicht mit Farben oder Animationen.
  • Plane Speisekarte, Öffnungszeiten und Reservierung als zentrale Inhalte ein.
  • Kläre früh, wer Inhalte nach dem Start aktualisiert.
  • Ein sauberer Go-live umfasst Weiterleitungen, mobile Prüfung und Messung wichtiger Aktionen.

Eine neue Restaurant-Website scheitert selten am fehlenden Logo. Häufiger fehlen aktuelle Inhalte, klare Zuständigkeiten oder ein einfacher Weg zur Reservierung. Dann sieht die Seite am Eröffnungstag gut aus und ist drei Monate später veraltet.

Diese Checkliste führt dich in der richtigen Reihenfolge durch das Projekt. Du kannst sie für einen Baukasten, eine Agentur oder eine Gastro-Plattform verwenden.

1. Ziele und wichtigste Gästefragen festlegen

Schreibe vor dem ersten Entwurf drei geschäftliche Ziele auf, zum Beispiel mehr direkte Reservierungen, weniger Telefonfragen und bessere Sichtbarkeit für Feiern. Ordne jedem Ziel eine messbare Handlung zu: Reservierungsanfrage, Klick auf Route, Aufruf der Speisekarte oder Veranstaltungsanfrage.

  • Was gibt es zu essen und in welcher Preislage?
  • Ist heute geöffnet?
  • Passt der Betrieb zu Anlass und Gruppe?
  • Wie reserviere ich oder frage eine Feier an?
  • Wo ist der Eingang und wie komme ich hin?

2. Domain und Seitenstruktur planen

Die Domain sollte kurz, merkbar und dauerhaft nutzbar sein. Sichere den Zugang auf den Namen des Betriebs, nicht auf ein privates Konto eines früheren Dienstleisters. Lege außerdem fest, wer Verlängerung und DNS-Zugang verantwortet.

Für viele Betriebe reichen Startseite, Speisekarte, Reservierung, Über uns, Feiern oder Veranstaltungen, Kontakt sowie rechtliche Seiten. Zusätzliche Seiten brauchen einen klaren Nutzen. Für mehrere Standorte erhält jeder Standort eine eigene Seite.

3. Texte und Bilder aus dem echten Betrieb sammeln

Schreibe zuerst Rohmaterial: Küchenstil, Herkunft, beliebte Gerichte, Geschichte, Räume, Kapazitäten und besondere Angebote. Daraus entstehen konkrete Texte. Vermeide austauschbare Aussagen wie „höchste Qualität“ ohne Erklärung.

Plane ein kurzes Fotoshooting während zweier Situationen: leerer, sauber vorbereiteter Raum und echte Betriebsstimmung. Erstelle eine verbindliche Bildliste für Außenansicht, Eingang, Gastraum, Team, Gastgarten und typische Gerichte. Kläre Nutzungsrechte schriftlich.

Textmuster für den Einstieg

„Saisonale österreichische Küche im Zentrum von Baden – mit Mittagsmenü, ruhigem Innenhof und Platz für Feiern bis 50 Personen.“ Ein Satz wie dieser beantwortet mehr als eine lange Markenfloskel.

4. Speisekarte, Öffnungszeiten und Reservierung verbinden

Entscheide, welche Inhalte häufig wechseln und deshalb leicht pflegbar sein müssen. Speisekarte, Tagesangebote, Feiertagszeiten und Betriebsurlaub dürfen nicht jedes Mal eine technische Änderung erfordern.

  • Speisekarte als mobile Webseite
  • heutige und reguläre Öffnungszeiten
  • besondere Zeiten und kurzfristige Hinweise
  • Reservierungsformular mit verständlicher Bestätigung
  • Veranstaltungsanfrage mit Personenzahl und Wunschdatum

Teste Formulare mit realistischen Fällen: kurzfristige Anfrage, große Gruppe, Ruhetag und ausgebuchter Zeitraum. Der Gast muss jederzeit wissen, ob die Anfrage eingegangen oder die Reservierung bereits bestätigt ist.

5. Datenschutz, Impressum und technische Basis

Impressum und Datenschutzerklärung müssen zum Betrieb und zu den tatsächlich eingesetzten Diensten passen. Prüfe besonders Analyse, Karten, Videos, Newsletter und Reservierungsanbieter. Rechtstexte sollten fachlich erstellt oder geprüft werden; Muster ersetzen keine individuelle Beratung.

Technisch braucht die Seite HTTPS, regelmäßige Sicherungen, klare Zugänge und eine Lösung für Updates. Bilder werden für das Web optimiert, Überschriften logisch aufgebaut und jede Seite erhält einen eindeutigen Titel sowie eine Beschreibung für Suchergebnisse.

6. Go-live und laufende Pflege

  1. Alle Seiten am Smartphone und Desktop prüfen.
  2. Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Route und Formulare testen.
  3. Alte URLs mit Weiterleitungen auf neue Ziele führen.
  4. Google-Profil und wichtige Verzeichnisse auf die neue Domain aktualisieren.
  5. Messung für Reservierungen, Anfragen und Speisekartenaufrufe aktivieren.
  6. Monatlichen Inhaltscheck einer Person zuordnen.

Der Start ist kein Abschluss. Plane nach vier Wochen eine erste Auswertung: Welche Seiten werden genutzt, welche Fragen kommen weiterhin telefonisch und wo brechen Gäste ab? Daraus entsteht die nächste Verbesserung.

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benvido Redaktion

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