Das Wichtigste in Kürze
  • Das Profil muss zuerst korrekt, dann vollständig und erst danach regelmäßig belebt werden.
  • Besondere Öffnungszeiten und direkte Links verhindern die häufigsten Gästefrust-Momente.
  • Eigene Bilder sollten Angebot, Atmosphäre und Eingang realistisch zeigen.
  • Ein monatlicher Profil-Check lässt sich mit einer festen 20-Minuten-Routine erledigen.

Das Google-Unternehmensprofil ist für viele Restaurants wichtiger als jedes gedruckte Verzeichnis. Gäste sehen dort Öffnungszeiten, Route, Telefonnummer, Bilder und Bewertungen – oft ohne die Website zu öffnen.

Nutze diese Checkliste einmal für die Grundreinigung und danach monatlich. Notiere Datum und verantwortliche Person, damit Aufgaben nicht zwischen Service, Küche und Büro liegen bleiben.

Grunddaten: Name, Adresse und Kontakt

  • Offiziellen Betriebsnamen ohne zusätzliche Werbewörter verwenden
  • Adresse inklusive Hausnummer, Stiege oder Standort-Hinweis prüfen
  • Telefonnummer testen und Erreichbarkeit klären
  • Website-Link auf die richtige Domain setzen
  • bei mehreren Standorten jedes Profil eindeutig zuordnen

Verwende überall dieselben Kerndaten. Kleine Schreibweisen sind weniger problematisch als alte Telefonnummern, doppelte Profile oder eine falsche Kartenposition. Prüfe den Pin direkt auf der Karte – besonders bei Innenhöfen, Einkaufszentren oder abgelegenen Zufahrten.

Kategorien, Leistungen und Beschreibung

Die Hauptkategorie beschreibt dein Kerngeschäft: Restaurant, Café, Gasthaus oder Bar. Ergänze nur passende Nebenkategorien. Eine zu breite Auswahl macht das Profil nicht automatisch sichtbarer und kann Gäste irritieren.

Die Beschreibung beantwortet in natürlicher Sprache: Welche Küche? Welche Lage? Welche Besonderheit? Für wen? Ein mögliches Muster: „Familiengeführtes Gasthaus in … mit österreichischer Küche, saisonaler Karte und ruhigem Gastgarten. Mittagsmenü von … bis …; Feiern bis … Personen auf Anfrage.“

  • Reguläre Öffnungszeiten mit Küche abgleichen
  • Feiertage und Betriebsurlaub als besondere Öffnungszeiten pflegen
  • Menü-Link direkt zur aktuellen Speisekarte führen
  • Reservierungslink direkt zum Formular führen
  • Bestell- oder Abhollinks eindeutig benennen

Teste alle Links am Smartphone. Ein Gast, der nach zwei Klicks wieder auf der Startseite landet, muss erneut suchen. Direkte Zielseiten senken diese Reibung.

Bilder, die eine Entscheidung erleichtern

Ein gutes Profil zeigt nicht nur Teller. Gäste wollen den Eingang erkennen, Raumgefühl bekommen und einschätzen, ob der Betrieb zum Anlass passt. Fotografiere bei natürlichem Licht und halte die Darstellung realistisch.

  • Außenansicht und Eingang
  • Gastraum und Gastgarten
  • drei bis fünf typische Gerichte
  • Team oder Gastgeber, wenn es zur Marke passt
  • Räume für Feiern oder besondere Angebote

Entferne alte Bilder nicht reflexartig, wenn sie von Gästen stammen. Lade regelmäßig aktuelle eigene Bilder hoch, damit das heutige Angebot klar sichtbar wird.

Beiträge, Fragen und Bewertungen

Beiträge eignen sich für Veranstaltungen, Saisonstart, neue Karte oder Betriebsurlaub. Veröffentliche nur, wenn es einen echten Anlass gibt. Ein konkreter Hinweis mit Datum und Link ist stärker als ein allgemeines „Besucht uns wieder“.

Beantworte Bewertungen zeitnah und persönlich. Bei negativen Rückmeldungen bleibst du sachlich, greifst den konkreten Punkt auf und bietest eine direkte Klärung an. Standardtexte sollten Ausgangspunkt, nicht Endprodukt sein.

Bewertungsbitte ohne Druck

„Danke für euren Besuch. Wenn es euch gefallen hat, freuen wir uns über eine ehrliche Bewertung bei Google. Sie hilft neuen Gästen bei der Entscheidung.“

Die monatliche 20-Minuten-Routine

  1. Öffnungszeiten der nächsten sechs Wochen prüfen.
  2. Speisekarten- und Reservierungslink am Handy testen.
  3. Fünf neue Bewertungen beantworten.
  4. Zwei aktuelle Bilder ergänzen.
  5. Suchanfragen, Website-Klicks und Routenanfragen notieren.

Zusätzlich braucht es einen Anlass-Check vor Ostern, Weihnachten, Feiertagen, Saisonwechsel und Betriebsurlaub. Hinterlege die Termine jetzt im Kalender – nicht erst, wenn der erste Gast vor verschlossener Tür steht.

BV

benvido Redaktion

Praxiswissen für Gastgeber – verständlich, umsetzbar und nah an den Fragen, die im digitalen Restaurantalltag wirklich auftauchen.